Forschungsprojekt Dankpunkte »  Schenkwirtschaft

Die neue Schenkwirtschaft

...lässt sich am besten in einer kleinen Geschichte erklären:

Der leere und der volle Topf

Eine Gruppe von Menschen saß vor einem leeren Topf. Jeder hatte seine individuellen Gaben und Fähigkeiten, und die meisten hätten sie auch gerne den anderen Menschen angeboten, doch es herrschte Geldknappheit. Keiner konnte die Angebote der anderen bezahlen.

Den Gürtel enger schnallen?

"Der Topf ist leer! Wir müssen den Gürtel enger schnallen! Wir haben viel zu lange über unsere Verhältnisse gelebt!" tönte der Anführer. Die Folge war Arbeitslosigkeit, Armut, Hunger.

Die Idee

"Ich hab eine Idee, wie wir den Topf füllen können, so dass genug für alle da ist!", meldete sich ein kleines Mädchen, "wir schenken unsere Gaben und Fähigkeiten, dann werden alle satt, haben Freude, und es wird noch eine Menge übrig bleiben."

Der Anführer lachte verächtlich und murmelt etwas von kindischer »Sozialromantik«, schließlich seien wir arm und niemand hätte etwas zu verschenken.

Der Topf wird voll

"Wirklich nicht?" fragte das Mädchen, "Wir haben doch alles: Bauern, Bäcker, Handwerker, Künstler, Wissenschaftler und vieles mehr. Wollen wir etwa hungern, bloß weil das Geld knapp ist? Das könnten wir sowieso nicht essen. Wenn jeder tut, was ihm am besten liegt und seine Leistungen verschenkt, sind wir gemeinsam reich und wir haben einen übervollen Topf, aus dem jeder satt wird!"

Das überzeugte die Leute. Sie machten sich ans Werk, und bald herrschte Wohlstand in der Gruppe.

Leistungen bedanken

Einige Menschen leisteten mehr als andere. Das war nicht schlimm, denn die Leistungen waren freiwillig und es war ja genug für alle da. Man beschloss, dass Leistungen belohnt oder »bedankt« werden sollen, ohne die weniger Fleißgen zu benachteiligen.

-> Man entwickelte die »Dankpunkte« ...